Auch bekannt als
Prostataresektion, transurethrale Prostataresektion, TURP-Eingriff, endoskopische Prostatektomie
Definition
Die transurethrale Resektion der Prostata (TURP) ist ein minimalinvasiver chirurgischer Eingriff, bei dem ein Teil der Prostatadrüse entfernt wird, um Harnbeschwerden zu lindern, die durch benigne Prostatahyperplasie (BPH), auch als vergrößerte Prostata bekannt, verursacht werden.¹ Dabei wird ein spezielles Instrument namens Resektoskop durch die Harnröhre eingeführt, wodurch externe Einschnitte überflüssig werden. Das Resektoskop ist mit einer elektrisch aktivierten Drahtschlinge ausgestattet, die verstopfendes Prostatagewebe abschneidet und Blutgefäße abdichtet, um Blutungen zu minimieren.¹ Der Hauptzweck der TURP besteht darin, den Urinfluss zu verbessern, Symptome des unteren Harntrakts (LUTS) wie häufiges Wasserlassen, Harndrang und schwachen Strahl zu reduzieren und die Lebensqualität des Patienten zu verbessern, wenn medizinische Therapien versagt haben oder nicht geeignet sind.¹ Sie gilt seit langem als Goldstandard zur Behandlung von Blasenaustrittsobstruktionen aufgrund von BPH, obwohl auch neuere Techniken verfügbar sind.¹
Klinischer Kontext
TURP ist klinisch indiziert für Patienten mit mittelschweren bis schweren Symptomen des unteren Harntrakts (LUTS) als Folge einer benignen Prostatahyperplasie (BPH), die nicht ausreichend auf die medizinische Behandlung angesprochen haben oder einen chirurgischen Eingriff bevorzugen.¹ Es wird auch bei Komplikationen aufgrund von BPH angewendet, wie z. B. wiederkehrender Harnverhalt, wiederkehrende Harnwegsinfektionen, wiederkehrende Makrohämaturie, Blasensteine oder Niereninsuffizienz aufgrund eines Blasenauslasses Obstruktion.¹ Zu den Patientenauswahlkriterien gehört in der Regel eine gründliche Untersuchung, einschließlich einer detaillierten Anamnese, körperlichen Untersuchung (einschließlich einer digitalen rektalen Untersuchung), Urinanalyse und häufig Uroflowmetrie und Messung des Restvolumens nach der Entleerung, um den Schweregrad der Obstruktion und die Blasenfunktion zu beurteilen.¹ Die Richtlinien der American Urological Association (AUA) empfehlen eine Beurteilung der Prostatagröße und -form vor der Operation, die über Zystoskopie, transrektale Ultraschalluntersuchung, CT oder … durchgeführt werden kann MRT.¹
Der chirurgische Eingriff wird in der Regel unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie durchgeführt. Der Chirurg führt ein Resektoskop durch die Harnröhre bis zur Prostata ein. Mithilfe der Drahtschlinge wird Prostatagewebe Stück für Stück entfernt, wodurch ein breiterer Kanal für den Urinabfluss entsteht. Während des gesamten Eingriffs wird Spülflüssigkeit verwendet, um eine klare Sicht aufrechtzuerhalten und reseziertes Gewebe und Blutgerinnsel wegzuspülen.¹ Es gibt sowohl monopolare als auch bipolare TURP-Techniken, wobei bipolare TURP die Verwendung einer Kochsalzlösung ermöglicht, was das Risiko eines TUR-Syndroms (verdünnte Hyponatriämie) verringert.¹
Die erwarteten Ergebnisse sind im Allgemeinen günstig, wobei die Mehrheit der Patienten über eine deutliche Verbesserung der Harnbeschwerden und der Harnflussraten berichtet. Ungefähr 90 % der Patienten geben nach TURP eine Besserung oder eine signifikante Verbesserung ihrer Harnsymptome an, wobei der durchschnittliche Verbesserungsgrad bei 85 % liegt.¹ Die Harnflussraten steigen typischerweise deutlich an und die Blaseninstabilität nimmt häufig ab. Die Genesung erfordert einen kurzen Krankenhausaufenthalt, typischerweise mit ein oder zwei Tagen angelegtem Harnkatheter. Die vollständige Genesung und Rückkehr zu normalen Aktivitäten kann mehrere Wochen dauern. Mögliche Komplikationen sind Blutungen, Infektionen, retrograde Ejakulation (häufig), erektile Dysfunktion (selten), Harninkontinenz (selten und oft vorübergehend), Harnröhrenstrikturen und TUR-Syndrom (selten bei modernen Techniken, insbesondere bipolarer TURP).¹
