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Transobturatorische Techniken (Schlinge)

Auch bekannt als

Transobturatorische Schlinge, transobturatorische mitturethrale Schlinge, Transobturator-Tape-(TOT-)Schlinge, Mini-Schlinge

Definition

Bei einem transobturatorischen Schlingeneingriff setzt der Operateur einen kleinen Schnitt in der Vagina sowie zwei kleine Schnitte in den Leistenmuskeln auf beiden Seiten. Mithilfe einer Nadel führt der Chirurg jedes Ende eines Netzbandes von der Vagina zu den Leistenmuskeln. Das Netz bildet eine Schlinge zur Unterstützung der Harnröhre, des Kanals, der den Urin aus dem Körper leitet. Die Schlinge wird durch das Weichgewebe entlang ihres Verlaufs in Position gehalten.¹

Klinischer Kontext

Transobturatorische mitturethrale Schlingen werden häufig zur Behandlung der Belastungsharninkontinenz (SUI) eingesetzt – einem Zustand, der durch unwillkürlichen Urinverlust bei Aktivitäten gekennzeichnet ist, die den intraabdominalen Druck erhöhen, wie Husten, Niesen oder körperliche Bewegung. Dieser chirurgische Ansatz wurde entwickelt, um Komplikationen im Zusammenhang mit retropubischen Schlingen, insbesondere Blasen- und Darmverletzungen, zu minimieren.¹

Patientenselektionskriterien: Transobturatorische Schlingen werden typischerweise für Frauen mit diagnostizierter SUI empfohlen. Patientinnen, die Bedenken hinsichtlich Komplikationen durch synthetische Netze haben, können sich für autologe transobturatorische mitturethrale Schlingeneingriffe entscheiden, bei denen körpereigenes Gewebe der Patientin (z. B. Rektusabdominis-Faszie) anstelle eines synthetischen Netzes verwendet wird.¹

Chirurgische Verfahren: Der Eingriff zur Anlage einer transobturatorischen Schlinge umfasst einen kleinen Schnitt in der Vagina und zwei kleine Schnitte in der Leistengegend. Anschließend wird ein Netz oder eine autologe Faszie von der Vagina zu den Leistenmuskeln geführt, wodurch eine Schlinge zur Unterstützung der Harnröhre entsteht. Die Schlinge wird durch das Weichgewebe entlang ihres Verlaufs in Position gehalten.¹

Erwartete Ergebnisse: Transobturatorische Schlingen gelten als wirksame Behandlung der SUI mit geringer Morbidität. Studien zeigen günstige Ergebnisse mit signifikanten Verbesserungs- oder Heilungsraten bei SUI. Obwohl sie im Allgemeinen sicher sind, können postoperative Komplikationen auftreten, wenngleich diese im Vergleich zu retropubischen Schlingen seltener sind. Langzeitdaten belegen weiterhin die Sicherheit und Leistungsfähigkeit transobturatorischer Schlingen.²

Wissenschaftliches Zitat

[1] Çubuk, A., Erbin, A., Savun, M., Ayrancı, A., Üçpınar, B., Yanaral, F., Sarılar, Ö., Basal, Ş., & Akbulut, M. F. (2018). Autologous transobturator midurethral sling. Turk J Urol, 44(6), 506–510. DOI: 10.5152/tud.2018.83797

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