Auch bekannt als
Shaeer's Punch Technique, Shaeer-Stanztechnik, transkorporeale Exkavation von Peyronie-Plaques, Exzision von Peyronie-Plaques
Definition
Shaeer’s Stanztechnik ist ein minimal-invasives Verfahren zur transkorporealen Exkavation von Peyronie-Plaques vor der Implantation einer Schwellkörperprothese. Nach Corporotomie und Dilatation werden die Peyronie-Plaques mittels einer Stanzzange von innerhalb der Corpora cavernosa ausgestanzt und anschließend wird eine Schwellkörperprothese implantiert. Diese Technik zielt darauf ab, Peyronie-Plaques zu verkleinern (Debulking), während Risiken traditioneller Methoden wie die Mobilisierung des neurovaskulären Bündels oder der Harnröhre minimiert werden, die zu peniler Hyposensibilität oder Harnröhrenverletzungen führen können. Sie ist zudem weniger zeitaufwendig, was das Infektionsrisiko potenziell verringert.¹
Klinischer Kontext
Shaeer’s Stanztechnik wird klinisch bei schweren Fällen von Induratio penis plastica (Peyronie-Krankheit) angewendet, die eine Implantation einer Schwellkörperprothese erfordern. Es handelt sich um einen minimal-invasiven Ansatz zum transkorporealen Debulking von Peyronie-Plaques. Zu den Kriterien für die Patientenauswahl gehören Personen, die sich einer Implantation einer Schwellkörperprothese unterziehen und gleichzeitig Peyronie-Plaques aufweisen. Der chirurgische Eingriff umfasst Corporotomie und Dilatation, gefolgt vom Einsatz einer Stanzzange zur Exzision der Plaques aus dem Inneren der Corpora cavernosa und der anschließenden Implantation einer Schwellkörperprothese. Zu den erwarteten Ergebnissen gehören ein gerader eregierter Penis, eine erhaltene penile Sensibilität sowie ein reduziertes Risiko für Komplikationen wie Tunikaperforationen, Harnröhrenverletzungen oder Extrusionen im Vergleich zu traditionellen Exzisions- und Grafting-Methoden. Die durchschnittliche zusätzliche Operationszeit für die Stanztechnik ist mit 5 bis 10 Minuten signifikant kürzer.¹
