Auch bekannt als
Penoskrotale Inzision, transskrotaler Zugang (für Penisprothese)
Definition
Der penoskrotale Zugang ist eine gängige Operationstechnik zur Implantation aufblasbarer Penisprothesen (IPPs) bei erektiler Dysfunktion.¹ Dabei wird etwa 1–2 cm unterhalb des penoskrotalen Übergangs ein Querschnitt gesetzt, der den Zugang zu den Schwellkörpern (Corpora cavernosa) für die Platzierung der Prothese ermöglicht.¹ Viele Chirurgen bevorzugen diesen Zugang, da er selbst bei adipösen Patienten eine hervorragende Darstellung der Schwellkörper bietet und bei Bedarf die Freilegung der proximalen Crura erleichtert.¹ Die Technik zielt darauf ab, Komplikationen wie eine Pumpenmigration und Verletzungen des Gefäß-Nerven-Bündels zu minimieren, die mit anderen Zugängen verbunden sein können.¹ Der Eingriff umfasst typischerweise eine sorgfältige Präparation durch die Tunica dartos zur Freilegung der Schwellkörper, gefolgt von der Korporotomie (Inzision der Schwellkörper) zum Einsetzen der Zylinder.¹ Der penoskrotale Zugang kann auch für die Platzierung künstlicher Harnröhrenschließmuskel (AUS) genutzt werden, mitunter über denselben Schnitt, was für Patienten mit mehrfachem Revisionsbedarf von Vorteil ist.¹
