Auch bekannt als
PVP, GreenLight-Laser-Prostatektomie, GreenLight-PVP, Laser-PVP-Chirurgie, Grünlicht-Laserbehandlung, fotoselektive Verdampfung der Prostata, GreenLight-XPS-Lasertherapie
Definition
Die photoselektive Verdampfung der Prostata (PVP) ist ein minimalinvasives Laserverfahren, bei dem ein Hochleistungslaser mit grünem Licht verwendet wird, um überschüssiges Prostatagewebe selektiv zu entfernen, was zu Harnstau führt.1 Das Verfahren verwendet einen Laser mit einer Wellenlänge von 532 nm, der speziell vom Hämoglobin im Prostatagewebe absorbiert wird, was zu einer schnellen Verdampfung und präzisen Entfernung des vergrößerten Gewebes führt.2 Bei der PVP wird eine dünne Faser durch die Prostata eingeführt.2 Harnröhre über ein Zystoskop, wodurch der Chirurg Laserenergie abgeben kann, die das obstruktive Prostatagewebe schnell verdampft und gleichzeitig ein praktisch blutleeres Operationsfeld schafft.3 Diese Technik erzeugt effektiv einen weit geöffneten Kanal durch die Prostata, wodurch der natürliche Urinfluss sofort wiederhergestellt und die mit der benignen Prostatahyperplasie (BPH) verbundenen Symptome der unteren Harnwege gelindert werden.4
Klinischer Kontext
Die photoselektive Verdampfung der Prostata wird hauptsächlich zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH) bei Männern mit mittelschweren bis schweren Symptomen des unteren Harntrakts (LUTS) eingesetzt.1 Dieses Verfahren ist besonders vorteilhaft für Patienten, die nicht ausreichend auf eine medizinische Therapie angesprochen haben oder die eine langfristige Einnahme von Medikamenten vermeiden möchten.2
Zu den Patientenauswahlkriterien gehören Patienten mit einem Prostatavolumen von typischerweise 30–80 ml, obwohl auch größere Prostata effektiv behandelt werden können.3 PVP bietet erhebliche Vorteile für Patienten unter Antikoagulationstherapie oder mit Blutungsstörungen, da die hämostatischen Eigenschaften des Verfahrens im Vergleich zu herkömmlichen chirurgischen Ansätzen zu einem minimalen Blutverlust führen.4
Der chirurgische Eingriff wird in der Regel ambulant unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie durchgeführt. Der Chirurg führt ein Zystoskop durch die Harnröhre in die Prostata ein und gibt dann die Laserenergie über eine spezielle Faser ab, um das obstruktive Gewebe zu verdampfen.1 Die meisten Patienten verspüren eine sofortige Verbesserung der Harnflussrate, wobei Studien einen signifikanten Anstieg der maximalen Flussrate (Qmax) von durchschnittlichen Ausgangswerten von 7,8 ml/Sek. auf 22,6 ml/Sek. nach 12 Monaten zeigen Nachbehandlung.2
Die Genesung verläuft im Allgemeinen schnell, wobei die meisten Patienten weniger als 24 Stunden lang eine Katheterisierung benötigen – viele sind unmittelbar nach dem Eingriff katheterfrei.3 Die Patienten kehren in der Regel innerhalb von 2–3 Tagen zu ihren normalen Aktivitäten zurück und verspüren nur minimale postoperative Schmerzen.3 Langfristige Ergebnisse zeigen eine nachhaltige Verbesserung der Harnwegsbeschwerden, wobei Studien eine Reduzierung der American Urological Association Symptom Index (AUA-SI)-Werte von 23,9 auf 23,9 berichten 4.3 12 Monate nach dem Eingriff.2
