Auch bekannt als
Mikrovaskuläre arterielle Bypass-Operation bei Impotenz, Penisarterienbypass, Penisarterienrekonstruktion
Definition
Penisrevaskularisation, auch bekannt als mikrovaskuläre arterielle Bypass-Operation bei Impotenz, ist ein chirurgischer Eingriff zur Wiederherstellung einer ausreichenden arteriellen Durchblutung des Penis.1 Es ähnelt einem Herzbypass, wird jedoch im Penis durchgeführt.2 Der Hauptzweck der Penisrevaskularisation ist die Behandlung der arteriogenen erektilen Dysfunktion (ED), insbesondere bei jüngeren Männern, bei denen aufgrund von eine fokale arterielle Verschlusskrankheit aufgetreten ist stumpfes Becken-, Perineal- oder Penistrauma.2 Das Verfahren beinhaltet typischerweise die Schaffung einer mikrovaskulären Anastomose, bei der eine Spenderarterie (üblicherweise die Arteria epigastrica inferior) mit einer Empfängerarterie im Penis (oft die dorsale Penisarterie) verbunden wird.1 Dadurch wird das blockierte Arteriensegment umgangen, was theoretisch den Perfusionsdruck zu den Schwellkörperarterien über perforierende Äste erhöht Arteria dorsalis, wodurch die Erektionsfähigkeit verbessert wird.2
Klinischer Kontext
Eine Revaskularisierung des Penis wird in der Regel bei gesunden Männern in Betracht gezogen, die oft jünger als 50 Jahre sind und an einer erektilen Dysfunktion aufgrund eines fokalen Arterienverschlusses leiden und bei der Untersuchung keine Hinweise auf ein venöses Leck vorliegen.1 Die häufigsten Ursachen für diese spezielle Art von ED sind stumpfe Traumata des Perineums oder Beckens oder manchmal längeres Radfahren, was zu einer fokalen Endothelschädigung des Penis führen kann Arterien.1,2
Die Patientenauswahl ist entscheidend für erfolgreiche Ergebnisse. Ideale Kandidaten sind junge Männer mit einer Vorgeschichte von Damm- oder Beckentraumata, bei denen die Arteriographie eine lokalisierte Läsion der gemeinsamen Penisarterie aufdeckt.1 Patienten mit generalisierter Gefäßpathologie sind im Allgemeinen schlechte Kandidaten, da die Grunderkrankung wahrscheinlich im Laufe der Zeit das revaskularisierte Segment beeinträchtigt.1
Der chirurgische Eingriff ist hochspezialisiert und erfordert Fachwissen in der mikrovaskulären Chirurgie. Dabei wird eine Spenderarterie, beispielsweise die A. epigastrica inferior, präpariert und mit einer Empfängerarterie im Penis, beispielsweise der dorsalen Penisarterie, anastomosiert, um die Blockade zu umgehen.1 Die durchtrennte Spenderarterie wird für die mikrovaskuläre Anastomose vorsichtig durch den Leistenring in den Hodensack eingeführt.1
Die erwarteten Ergebnisse können bei langfristiger Durchgängigkeit und Patientenzufriedenheit hervorragend sein, sofern strenge Patientenauswahlkriterien eingehalten werden.1 Das Ziel ist die Wiederherstellung der natürlichen Erektionsfunktion ohne Abhängigkeit von pharmakologischen Hilfsmitteln oder Geräten.2
