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Manschettenerosion

Auch bekannt als

Erosion der künstlichen Schließmuskelmanschette im Urin, Erosion der AUS-Manschette, Erosion der Harnröhrenmanschette, Geräteerosion (AUS), Manschettenperforation in die Harnröhre, Erosion der Schließmuskelmanschette.

Definition

Manschettenerosion bezieht sich im Zusammenhang mit urologischen Prothesen wie einem künstlichen Harnsphinkter (AUS) auf die allmähliche Abnutzung oder Wanderung der Manschettenkomponente des Geräts durch das Harnröhrengewebe. Dieser Prozess kann dazu führen, dass das Manschettenmaterial in das Harnröhrenlumen oder das umliegende Gewebe freigelegt wird.1 Es handelt sich um eine erhebliche Komplikation, die die Funktion der Prothese beeinträchtigen und einen chirurgischen Eingriff einschließlich der Entfernung des Geräts und der Harnröhrenreparatur erforderlich machen kann.2 Die Erosion kann aufgrund verschiedener Faktoren auftreten, darunter Drucknekrose, Infektion, Gewebeatrophie oder unsachgemäße Operationstechnik.1,2 Der Hauptzweck Die Aufgabe, Manschettenerosion zu erkennen und zu verstehen, besteht darin, eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung zu ermöglichen, um weitere Komplikationen wie Harnröhrenstriktur, Fistelbildung oder anhaltende Inkontinenz zu verhindern und die Harnröhrenintegrität für mögliche zukünftige Eingriffe zu bewahren.1,2

Klinischer Kontext

Manschettenerosion ist eine anerkannte Komplikation, die hauptsächlich mit der Implantation eines künstlichen Harnsphinkters (AUS) verbunden ist, einem Gerät, das häufig zur Behandlung schwerer Belastungsinkontinenz eingesetzt wird, insbesondere bei Männern nach einer Prostatektomie.1 Typischerweise geht sie mit Symptomen wie einer Hodensackentzündung (Druckempfindlichkeit, Erythem, Schwellung um die AUS-Pumpe, manchmal auch als „Pumpitis“ bezeichnet) einher, obstruktiv Blasenentleerungssymptome oder eine Verschlechterung der Inkontinenz.1 Diese Symptome sollten eine weitere Untersuchung auf Manschettenerosion veranlassen.1 Bei Patienten mit Beckenbestrahlung in der Vorgeschichte besteht ein höheres Risiko, eine AUS-Manschettenerosion zu entwickeln.1 Die Diagnose wird oft durch Zystoskopie bestätigt, die die erodierte Manschette im Harnröhrenlumen sichtbar machen kann.2 Management der Manschette Bei der Erosion handelt es sich traditionell um die Entfernung des Geräts und die Drainage des Foley-Katheters, oft gefolgt von einer Phase der Harnröhrenruhe, bevor weitere Eingriffe wie eine Urethroplastik oder eine AUS-Reimplantation in Betracht gezogen werden.2 Frühzeitiges Erkennen und Management sind entscheidend, um Komplikationen wie Harnröhrenstriktur und Fistel zu minimieren und Optionen für zukünftige Kontinenzverfahren zu bewahren.1,2

Wissenschaftliches Zitat

[1] Diao L, Nealon SW, Carpinito GP, Badkhshan S, Wolfe AR, Dropkin BM, Sanders SC, Hudak SJ, Morey AF. Presenting signs and symptoms of artificial urinary sphincter cuff erosion. Int Braz J Urol. 2022 Mar-Apr;48(4):679-685. doi: 10.1590/S1677-5538.IBJU.2022.0089.

[2] Rozanski AT, Tausch TJ, Ramirez D, Scott JF, Morey AF. In situ urethroplasty after artificial urinary sphincter cuff erosion. Can Urol Assoc J. 2016 Jan-Feb;10(1-2):E30-3. doi: 10.5489/cuaj.3208.

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