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Kontrolliertes Expansionsimplantat

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Auch bekannt als

Penisimplantat mit schmalem Durchmesser, aufblasbare Penisprothese mit eingeschränkter Ausdehnung, Penisimplantat mit kontrollierter Ausdehnung, aufblasbare Penisprothese mit schmaler Basis

Definition

Ein Gerät zur kontrollierten Expansion ist eine spezielle Art aufblasbarer Penisprothese, die speziell für Patienten mit Schwellkörperfibrose entwickelt wurde und über schmalere Zylinder verfügt, die die Implantation in vernarbte oder fibrotische Schwellkörper erleichtern1. Dieses 1990 eingeführte Design mit schmalem Durchmesser stellte einen bahnbrechenden Fortschritt in der Penisprothesentechnologie dar2. Durch die Reduzierung des Zylinderdurchmessers im Vergleich zu Standardprothesen kann das Gerät leichter in fibrotische Körperkörper eingeführt und untergebracht werden3. Sein Hauptzweck ist die Wiederherstellung der erektilen Funktion bei Patienten mit schwerer Körperfibrose, die sonst mit Implantaten in Standardgröße erhebliche Probleme haben würden4.

Klinischer Kontext

Das kontrollierte Expansionsgerät ist in erster Linie für Patienten mit erheblicher körperlicher Fibrose indiziert, die eine Herausforderung für die Implantation einer Penisprothese darstellt1. Zu den häufigsten Ursachen einer schweren Penisfibrose gehören eine vorherige Explantation aufgrund einer Infektion (67,3 %), ischämischer Priapismus (16,3 %) und idiopathische Fibrose (16,3 %).1.

Die Kriterien für die Patientenauswahl konzentrieren sich auf Personen mit erektiler Dysfunktion, bei denen konservative Behandlungen versagt haben und die eine Korporalfibrose aufweisen, die eine Standardprothesenimplantation schwierig oder unmöglich machen würde3. Die präoperative Beurteilung umfasst häufig eine Ultraschalluntersuchung des Penis, um den Grad der Fibrose zu beurteilen, was dazu beiträgt, realistische Erwartungen des Patienten an die postoperativen Ergebnisse festzulegen3.

Das chirurgische Implantationsverfahren umfasst typischerweise einen transversalen Skrotalzugang mit sorgfältiger Erweiterung des fibrotischen Korpus. Aufgrund des schmaleren Zylinderdesigns kann das Gerät auch in stark fibrotischen Fällen erfolgreich implantiert werden, in die Standardzylinder nicht passen würden4. Spezielle chirurgische Techniken und Instrumente wie Kavernotome können eingesetzt werden, um ausreichend Platz im fibrotischen Korpus zu schaffen.

Zu den erwarteten Ergebnissen gehört eine zufriedenstellende Steifheit des Penis, die für eine Penetration bei etwa 73,5 % der Patienten ausreicht1. Allerdings sollten die Patienten über mögliche Einschränkungen aufgeklärt werden, da mehr als die Hälfte der Patienten möglicherweise über eine gewisse Unzufriedenheit aufgrund des wahrgenommenen Verlusts der Penislänge und des Penisumfangs nach der Implantation berichten2. Postoperative Komplikationen treten in etwa 16,3 % der Fälle auf und können Infektionen (6,1 %), Zylinderbrüche (4,1 %), mechanische Ausfälle (4,1 %) und selten Eichelnekrose (2,0 %) umfassen.1. Das Gerät zeigt akzeptable chirurgische Ergebnisse mit mäßiger Patientenakzeptanz im Langzeit-Follow-up1.

Wissenschaftliches Zitat

[1] Johnson BE, Langford BT, VanDyke ME, Matz EL, Cook GS, Franzen BP, et al. Long‑term experience with narrow‑diameter controlled‑expansion inflatable penile prostheses in high‑risk patients with corporal fibrosis. Int J Impot Res. 2024;37(1):66‑71. DOI: https://doi.org/10.1038/s41443-024-00962-y

[2] Rowaiee R, Almidani O, Raheem OA. Commentary on: Long‑term experience with narrow‑diameter controlled‑expansion inflatable penile prosthesis in high‑risk patients with corporal fibrosis. Int J Impot Res. 2024. DOI: https://doi.org/10.1038/s41443-024-00981-9

[3] Fernandez Crespo RE, Stroie F, Taylor L, Pignanelli M, Parker J, Carrion R. Penile fibrosis—still scarring urologists today: a narrative review. Transl Androl Urol. 2024;13(1):127‑138. DOI: https://doi.org/10.21037/tau-23-206

[4] Carbone DJ Jr, Daitch JA, Angermeier KW, Lakin MM, Montague DK. Management of severe corporeal fibrosis with implantation of prosthesis via a transverse scrotal approach. J Urol. 1998;159(1):125‑127. DOI: https://doi.org/10.1016/S0022-5347(01)64033-3

[5] Sadeghi‑Nejad H. Penile prosthesis surgery: A review of prosthetic devices and associated complications. J Sex Med. 2007;4(2):296‑309. DOI: https://doi.org/10.1111/j.1743-6109.2007.00435.x

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