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Distale korporale Verankerungsnaht

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Auch bekannt als

DCAS, Technik der distalen Fixierung, Verankerungstechnik der distalen Penisprothese, Stich der distalen Körperfixierung

Definition

Der Distal Corporal Anchoring Stitch ist eine spezielle chirurgische Technik, die verwendet wird, um das distale Ende von Penisprothesenzylindern in ihrer richtigen anatomischen Position innerhalb der Corpora Cavernosa zu sichern.1 Bei diesem Verfahren wird auf der betroffenen Seite ein seitlicher subkoronaler Einschnitt angelegt, die Buck-Faszie durchtrennt und ein Querschnitt in der Tunica albuginea vorgenommen, um Zugang zur distalen Seite des Zylinders zu erhalten.2 A 4-0 PDS-Nahtmaterial wird durch den distalen Zylinderring des Implantats gefädelt, wodurch ein neuer, richtig positionierter intrakorporaler Kanal entsteht.3 Das Nahtmaterial wird dann durch das distale Ende dieses Kanals und durch die Eichel geführt, wo an der Stelle des Ankerstichs ein kleiner Kreuzschlitzschnitt vorgenommen wird.4 Schließlich wird das Nahtmaterial mit dem im Eichelgewebe vergrabenen Knoten befestigt, um sicherzustellen, dass der Zylinder in der richtigen Position bleibt Position.5

Klinischer Kontext

Der Distal Corporal Anchoring Stitch wird hauptsächlich zur Behandlung von Komplikationen im Zusammenhang mit der Implantation einer Penisprothese eingesetzt, insbesondere zur Überkreuzung des distalen Körperteils und drohenden lateralen Extrusionen.1 Diese Komplikationen sind zwar nicht so häufig wie eine Protheseninfektion oder ein mechanisches Versagen, können jedoch erhebliche Beschwerden verursachen und möglicherweise zum Ausfall des Geräts führen, wenn sie unbehandelt bleiben.2

Zur Patientenauswahl für dieses Verfahren gehören in der Regel diejenigen, bei denen eine distale Migration oder seitliche Extrusion der Penisprothesenzylinder aufgetreten ist oder bei denen das Risiko einer distalen Migration oder seitlichen Extrusion besteht.3 Die chirurgische Technik hat eine hohe Wirksamkeit gezeigt. In Studien wurde von erfolgreichen Ergebnissen bei der Verhinderung eines erneuten Auftretens eines seitlichen Herniationsvorfalls in den meisten Fällen berichtet.1 Bei einer Serie von 53 Patienten, die sich diesem Verfahren unterzogen, traten keine Infektionen, Wundheilungsstörungen oder Drüsen-Sensibilitätsstörungen auf Es wurden Veränderungen gemeldet, und nur bei zwei Patienten kam es zu einem erneuten Auftreten einer seitlichen Herniation, die keiner weiteren Behandlung bedurfte.1

Der Genesungszeitplan nach diesem Eingriff ähnelt im Allgemeinen dem einer standardmäßigen Penisprothesen-Revisionsoperation, wobei die Patienten typischerweise nach 4–6 Wochen ihre sexuelle Aktivität wieder aufnehmen.4 Langfristige Ergebnisse zeigen eine hohe Patientenzufriedenheit und eine effektive Lösung der ursprünglichen Komplikationen, was diese Technik zu einer wertvollen chirurgischen Ergänzung bei der Behandlung dieser spezifischen Penisprothesen-Komplikationen macht.1

Wissenschaftliches Zitat

[1] Antonini G, Busetto GM, Del Giudice F, et al. Distal Corporal Anchoring Stitch: A Technique to Address Distal Corporal Crossovers and Impending Lateral Extrusions of a Penile Prosthesis. J Sex Med. 2017;14(6):767-773. DOI: 10.1016/j.jsxm.2017.04.669

[2] Perito PE, Wilson SK. The History of Penile Implants. Sex Med Rev. 2018;6(3):410-415. DOI: 10.1016/j.sxmr.2018.02.002

[3] Wilson SK, Delk JR, Salem EA, Cleves MA. Long-term survival of inflatable penile prostheses: single surgical group experience with 2,384 first-time implants spanning two decades. J Sex Med. 2007;4(4):1074-1079. DOI: 10.1111/j.1743-6109.2007.00540.x

[4] Mahdi MYA, Perito PE. Double Distal Corporal Anchoring Stitch: A Novel Technique to Prevent Distal Erosion and Migration. J Sex Med. 2022;19(1):139-145. DOI: 10.1016/j.jsxm.2021.10.013

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