Auch bekannt als
Penisprothesenimplantation mit Modellierung, IPP mit Begradigungsmanövern, prothetische Korrektur der Peniskrümmung, Penisrekonstruktion mit Prothese, chirurgische Korrektur von Penisdeformitäten, Penisprothese mit zusätzlichen Begradigungsverfahren
Definition
Penisbegradigung bezieht sich auf die chirurgische Korrektur der Peniskrümmung während der Prothesenimplantation, ein Verfahren, das hauptsächlich bei Patienten mit Peyronie-Krankheit (PD) durchgeführt wird, die auch an erektiler Dysfunktion (ED) leiden.1 Dieser therapeutische Ansatz beinhaltet die Implantation einer aufblasbaren Penisprothese (IPP) mit oder ohne zusätzliche Begradigungsmanöver, um die abnormale Krümmung oder Deformation des Penis zu korrigieren, die durch fibröse Plaques in der Tunica verursacht wird albuginea.2 Der Eingriff zielt darauf ab, gleichzeitig sowohl die erektile Funktion als auch die Deformation des Penis zu behandeln und so einen zufriedenstellenden Geschlechtsverkehr zu ermöglichen.3 Während des Eingriffs können verschiedene Techniken eingesetzt werden, darunter manuelle Modellierung, Pplikation, Plaque-Inzision/Exzision mit oder ohne Transplantation, abhängig von der Schwere und den Merkmalen der Krümmung.4
Klinischer Kontext
Die Penisbegradigung während der Implantation einer Prothese ist in erster Linie bei Patienten mit Peyronie-Krankheit indiziert, die gleichzeitig an einer erektilen Dysfunktion leiden, die auf eine medikamentöse Therapie nicht anspricht.1 Diese Erkrankung betrifft etwa 3-9 % der männlichen Gesamtbevölkerung, wobei erektile Dysfunktion in bis zu 58 % dieser Fälle auftritt.2 Der Eingriff wird typischerweise während der chronischen Phase der Peyronie-Krankheit durchgeführt, die durch gekennzeichnet ist stabilisierte Penisverformung und abgeklungene Entzündung, die normalerweise 12–18 Monate nach Ausbruch der Krankheit auftritt.3
Die Patientenauswahl ist für optimale Ergebnisse von entscheidender Bedeutung. Eine umfassende präoperative Beratung ist unerlässlich, um die Erwartungen hinsichtlich einer möglichen Penisverkürzung zu erfüllen, die bei bis zu 54 % der Patienten auftritt.4 Der chirurgische Ansatz hängt von mehreren Faktoren ab, darunter dem Grad der Peniskrümmung, der Penislänge, dem Vorhandensein ausgedehnter Plaqueverkalkungen und der präoperativen erektilen Funktion des Patienten.1
Der Eingriff beginnt mit der Implantation einer aufblasbaren Penisprothese, die allein die Krümmung bei 33–90 % der Patienten beheben kann.5 Für verbleibende Krümmungen können zusätzliche Begradigungstechniken eingesetzt werden:
- Manuelle Modellierung kann Restkrümmungen mit einer Erfolgsquote von 86–100 % korrigieren, birgt jedoch ein Risiko einer Harnröhrenverletzung von 4 %5
- Für nach der Modellierung verbleibende Krümmungen von mehr als 30 Grad wird eine Plaque-freisetzende Inzision oder Pplikation empfohlen5
- Eine Transplantation wird typischerweise eingesetzt, wenn der resultierende Schnittdefekt größer als zwei Zentimeter ist5
Die Zufriedenheitsraten der Patienten liegen zwischen 72 und 100 %, wobei die Zufriedenheitsraten der Partner bei etwa 89 % liegen.5 Mögliche Komplikationen sind Penisverkürzung, verringerte Empfindlichkeit, Geräteabweichung, Infektionen (3-9 %), mechanisches Versagen (7 %), anhaltende Krümmung (4 %) und Erosion (2 %).4,5
