Zum Hauptinhalt springen

Country-Specific Sites

Dreiteilige aufblasbare Penisprothese

Ausgewählt
Aufrufe: 10

Auch bekannt als

IPP, hydraulisches Penisimplantat, aufblasbares Penisimplantat, dreiteilige Penisprothese, pumpenaktiviertes Penisgerät, Penisprothese, Penisimplantat

Definition

Eine dreiteilige aufblasbare Penisprothese (IPP) ist ein chirurgisch implantiertes medizinisches Gerät zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (ED), indem es Männern ermöglicht, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen.¹ Sie gilt als hochwirksame und dauerhafte Lösung für ED, wenn andere Behandlungen versagt haben oder ungeeignet sind.²

Das Gerät besteht typischerweise aus drei Hauptkomponenten: einem Paar aufblasbarer Zylinder, einer Pumpe und einem mit Flüssigkeit gefüllten Reservoir. Die Zylinder werden chirurgisch in den Schwellkörpern, den Schwellkörpern des Penis, platziert. Die Pumpe wird normalerweise in den Hodensack implantiert und das Reservoir, das sterile Kochsalzlösung enthält, wird normalerweise im Unterbauch unter den Bauchmuskeln platziert.¹

Um eine Erektion zu erreichen, drückt der Patient manuell die Pumpe im Hodensack. Durch diese Aktion wird die Kochsalzlösung aus dem Reservoir in die Zylinder im Penis übertragen, wodurch diese sich aufblasen und steif werden und eine natürliche Erektion nachahmen.¹ Die Erektion kann so lange wie gewünscht aufrechterhalten werden, auch nach dem Orgasmus.¹ Wenn eine Erektion nicht mehr benötigt wird, aktiviert der Patient ein Entleerungsventil an der Pumpe, das es der Flüssigkeit ermöglicht, aus den Zylindern zurück in das Reservoir zurückzukehren, wodurch der Penis verformt wird schlaff.¹ Dieser Mechanismus ermöglicht eine kontrollierte und natürlich wirkende Erektion und Schlaffheit. Moderne IPPs sind auf Langlebigkeit ausgelegt und zielen darauf ab, die natürliche Funktion einer Erektion so genau wie möglich nachzubilden.²

Klinischer Kontext

Eine dreiteilige aufblasbare Penisprothese (IPP) wird typischerweise für Patienten mit erektiler Dysfunktion (ED) in Betracht gezogen, die auf weniger invasive Behandlungen nicht angesprochen haben, für sie nicht in Frage kommen oder mit ihnen unzufrieden sind. Dazu können orale Medikamente (z. B. PDE5-Hemmer wie Sildenafil), Vakuum-Erektionsgeräte oder intrakavernöse Injektionen gehören.¹² Es stellt eine endgültige und dauerhafte Lösung für viele Männer dar, die ihre sexuelle Funktion wiederherstellen möchten.²

Die Patientenauswahl ist ein entscheidender Aspekt einer erfolgreichen IPP-Implantation. Ideale Kandidaten sind diejenigen mit realistischen Erwartungen an die Ergebnisse und die über die manuelle Geschicklichkeit verfügen, die für die Bedienung des Geräts erforderlich ist.¹ Eine präoperative Beratung ist wichtig, um sicherzustellen, dass Patienten den chirurgischen Eingriff, mögliche Risiken, Vorteile und die Art der mit einer Prothese erreichten Erektion verstehen.¹ Bestimmte Bedingungen können den Eingriff kontraindizieren, wie zum Beispiel aktive systemische oder lokale Infektionen, schlecht kontrollierter Diabetes oder erhebliche psychische Zustände, die die Fähigkeit des Patienten, damit umzugehen oder damit umzugehen, beeinträchtigen könnten mit dem Implantat.¹

Der chirurgische Eingriff zur Implantation eines dreiteiligen IPP umfasst die Platzierung der Zylinder in den Corpora Cavernosa des Penis, der Pumpe im Hodensack und des Reservoirs im retropubischen oder ektopischen Raum (z. B. hoch submuskulär).¹ Chirurgen können je nach Vorliebe und Anatomie des Patienten unterschiedliche Inzisionsansätze verwenden, üblicherweise penoskrotal oder infrapubisch.¹ Modern Chirurgische Techniken und die Verwendung von mit Antibiotika oder hydrophil beschichteten Implantaten haben das Risiko von Komplikationen, insbesondere Infektionen, deutlich reduziert.²

Die erwarteten Ergebnisse für IPP-Operationen sind im Allgemeinen sehr positiv, wobei sowohl von Patienten als auch von ihren Partnern hohe Zufriedenheitsraten gemeldet werden, die oft zwischen 85 % und 95 % liegen.¹ Moderne Geräte weisen auch eine ausgezeichnete mechanische Zuverlässigkeit auf, wobei die Raten 5 Jahre nach der Implantation bei über 90 % liegen.¹ Die Genesung umfasst typischerweise eine Heilungsphase von 4 bis 6 Wochen, bevor das Gerät aktiviert und für den Geschlechtsverkehr verwendet wird.¹ Die meisten Patienten kann innerhalb weniger Wochen nach der Operation zu normalen, nicht anstrengenden Aktivitäten zurückkehren.¹ Mögliche, wenn auch seltene Komplikationen können Infektionen sein (historisch 1-3 %, aber niedriger bei derzeit beschichteten Implantaten), mechanisches Versagen des Geräts, Erosion von Gerätekomponenten durch die Haut, Schmerzen oder falsche Größe.¹

Wissenschaftliches Zitat

[1] Levine LA, Becher EF, Bella AJ, et al. Penile Prosthesis Surgery: Current Recommendations From the International Consultation on Sexual Medicine. J Sex Med. 2016;13(4):489-518. doi:10.1016/j.jsxm.2016.01.017

[2] Chung E. Penile prosthesis implant: scientific advances and technological innovations over the last four decades. Transl Androl Urol. 2017 Feb;6(1):37-45. doi: 10.21037/tau.2016.12.06.

Verwandte Rigicon Produkte