Auch bekannt als
Penis-Duplex-Doppler-Ultraschall, Penis-Farbdoppler-Ultraschall, CDUS-Penis, Penis-Doppler-Sonographie, Untersuchung des arteriellen Blutflusses im Penis, Beurteilung des Blutflusses im Penis, Doppler-Ultraschall des Penis¹
Definition
Penis-Doppler-Ultraschall, auch bekannt als Penis-Duplex-Doppler-Ultraschall oder Farbdoppler-Ultraschall (CDUS) des Penis, ist ein spezialisierter, nichtinvasiver oder minimalinvasiver diagnostischer Bildgebungstest, der hochfrequente Schallwellen nutzt, um die anatomischen Strukturen des Penis zu visualisieren und den Blutfluss in seinen Gefäßen in Echtzeit zu bewerten.¹ Es ist ein entscheidendes Instrument zur Beurteilung der Hämodynamik des Penis, insbesondere im Zusammenhang mit erektiler Dysfunktion (ED). Bei dem Verfahren wird eine Ultraschallsonde am Penis platziert, typischerweise nach der Verabreichung eines vasoaktiven Mittels (wie Prostaglandin E1, Papaverin oder Phentolamin), um eine Erektion auszulösen. Dies ermöglicht die Messung von Blutflussparametern wie der systolischen Spitzengeschwindigkeit (PSV) und der enddiastolischen Geschwindigkeit (EDV) in den Schwellkörperarterien.¹ Dies hilft bei der Identifizierung von Anomalien im arteriellen oder venösen Zufluss Ausfluss (veno-okklusive Dysfunktion), der zu ED beitragen kann.¹ Sein Zweck besteht darin, die normale Anatomie darzustellen, makroskopische pathologische Veränderungen zu identifizieren und funktionelle Veränderungen im Penisblutfluss zu analysieren und so bei der Diagnose und Klassifizierung von ED, Priapismus und Peyronie-Krankheit zu helfen.¹
Klinischer Kontext
Die Penis-Doppler-Sonographie ist klinisch für die Beurteilung der erektilen Dysfunktion (ED) indiziert, insbesondere bei Patienten, die nicht auf orale Phosphodiesterase-Typ-5-Hemmer (PDE5-I) ansprechen.¹ Sie hilft bei der Unterscheidung zwischen verschiedenen Ursachen der ED, wie arteriogener (beeinträchtigter arterieller Zufluss), venöser okklusiver Dysfunktion (Venenleck) oder gemischten Formen.¹ Das Verfahren ist auch wertvoll bei Beurteilung der postoperativen ED bei Krebsüberlebenden, zum Beispiel nach einer Beckenoperation wegen Prostata-, Blasen- oder Rektumkrebs.¹ Darüber hinaus kann Penis-CDUS eine Rolle bei der Erkennung einer stillen koronaren Herzkrankheit (KHK) bei Männern mit ED spielen, da ED als frühe Manifestation einer endothelialen Dysfunktion und einer peripheren Gefäßerkrankung erkannt wird.¹ Es wird auch bei der Beurteilung von Priapismus verwendet (zur Unterscheidung zwischen ischämischen und nicht-ischämische Typen) und Peyronie-Krankheit (zur Beurteilung der Plaque-Eigenschaften und der damit verbundenen Gefäßveränderungen).¹ Bei den Patientenauswahlkriterien handelt es sich typischerweise um Männer mit anhaltender ED. Das Verfahren umfasst das Auslösen einer Erektion durch intrakavernosale Injektion vasoaktiver Medikamente, gefolgt von einer Ultraschalluntersuchung zur Messung von Blutflussparametern wie der systolischen Spitzengeschwindigkeit (PSV) und der enddiastolischen Geschwindigkeit (EDV). ¹ Zu den erwarteten Ergebnissen gehört eine endgültige Diagnose der vaskulären Komponente der ED, die als Leitfaden für weitere Behandlungsstrategien dient. Beispielsweise ist ein PSV < 25 cm/s weisen auf eine arterielle Insuffizienz hin, während ein anhaltender EDV > 5 cm/s deuten auf eine venookklusive Dysfunktion hin.¹
