Auch bekannt als
PSR, PSRG/F (Penile Sensitivity Ratio unter Verwendung von Glans und Finger), Penile Vibratory Threshold Ratio
Definition
Die Penile Sensitivity Ratio (PSR) ist ein standardisierter biothesiometrischer Parameter zur Quantifizierung und Beurteilung von Veränderungen der penilen Sensibilität, indem die Vibrationsschwelle der Glans penis mit einer Referenzkörperregion verglichen wird.1 Sie wird berechnet, indem der durchschnittliche biothesiometrische Empfindungsschwellenwert der dorsalen und ventralen Glans durch den durchschnittlichen Empfindungsschwellenwert einer Referenzkörperregion, typischerweise des Zeigefingers, geteilt wird.2 Die PSR korreliert invers mit der penilen Sensibilität, was bedeutet, dass ein höherer PSR-Wert auf eine verminderte penile Sensibilität hinweist.1 Diese nicht-invasive, schmerzfreie und ambulant durchführbare Messung bietet Klinikern ein objektives Instrument zur Beurteilung der penilen sensorischen Funktion bei verschiedenen urologischen und sexualmedizinischen Erkrankungen.1 Die am besten validierte Version der PSR (PSRG/F) nutzt die Schwelle der Vibrationswahrnehmung an der dorsalen Glans dividiert durch den Mittelwert des linken und rechten Zeigefingers, was nachweislich signifikant mit einer von Patienten berichteten verminderten penilen Sensibilität korreliert.1
Klinischer Kontext
Die Penile Sensitivity Ratio (PSR) wird vorwiegend in urologischen und sexualmedizinischen Einrichtungen eingesetzt, um die penile Sensibilität objektiv zu beurteilen, die durch verschiedene Erkrankungen wie Diabetes, Induratio penis plastica (Peyronie-Krankheit) und neurologische Störungen beeinträchtigt werden kann.1 Die Messung erfolgt mit einem Biothesiometer, das Vibrationen auf bestimmte Bereiche des Penis (typischerweise die dorsale und ventrale Glans) sowie eine Referenzkörperregion (üblicherweise den Zeigefinger) ausübt.1 Der Patient gibt an, wann er die Vibration erstmals wahrnimmt, wodurch seine Schwelle für das Vibrationsempfinden ermittelt wird.3
Die am besten validierte Version der PSR (PSRG/F) wird berechnet, indem die durchschnittliche Vibrationsschwelle der dorsalen Glans durch den durchschnittlichen Schwellenwert des linken und rechten Zeigefingers geteilt wird.1 Diese Standardisierung hilft dabei, individuelle Schwankungen der allgemeinen Sensibilität zu kontrollieren, und liefert ein zuverlässigeres Maß für die penisspezifische sensorische Funktion.1 In einer großen Studie mit 1.239 Männern zeigte sich, dass sich die PSRG/F signifikant zwischen Patienten mit und solchen ohne berichtete verminderte penile Sensibilität unterschied.1
Zu den klinischen Anwendungen der PSR gehören:
- Diagnose und Überwachung einer penilen Neuropathie2
- Beurteilung sensorischer Veränderungen bei Patienten mit erektiler Dysfunktion1
- Bewertung der neurologischen Auswirkungen von Diabetes auf die penile Funktion1
- Überwachung sensorischer Veränderungen vor und nach Behandlungen der Induratio penis plastica1
- Untersuchung von Patienten mit Ejakulationsstörungen1
Untersuchungen haben gezeigt, dass die PSR-Werte mit den von Patienten angegebenen Symptomen einer verminderten penilen Sensibilität korrelieren, was sie zu einem wertvollen objektiven Maß zur Ergänzung subjektiver Patientenbeurteilungen macht.1 In einer multivariaten Analyse unter Kontrolle von Alter, Diabetes, Ejakulationsstörungen und Induratio penis plastica war ein höherer PSRG/F-Wert mit höherem Alter assoziiert und bei Patienten mit Induratio penis plastica niedriger.1
