Auch bekannt als
Red-Scrotum-Syndrom (RSS), Burning-Scrotum-Syndrom, Männliche Genitaldysästhesie, Skrotodynie
Definition
Das Red-Scrotum-Syndrom (RSS) ist eine seltene und chronische Erkrankung, die Männer in der zweiten Lebenshälfte betrifft. Es ist gekennzeichnet durch ein scharf begrenztes Erythem ohne Schuppung, jedoch mit brennenden Missempfindungen und Schmerzen.1 Obwohl es auf den ersten Blick wie ein Ekzem aussieht, unterscheiden sich Morphologie und Verlauf deutlich. Juckreiz ist nicht das vorherrschende subjektive Symptom, sondern Brennen und Hyperalgesie. Dies spricht für eine mögliche neurogene Entzündung. Das RSS ähnelt einer Erythromelalgie.1
Klinischer Kontext
Das Red-Scrotum-Syndrom (RSS) ist eine seltene Erkrankung, die durch eine anhaltende Rötung des Skrotums gekennzeichnet ist, welche häufig auch die Penisbasis betrifft und von Juckreiz, Brennen sowie Schmerzempfindungen begleitet wird.1 Es kann sich nach längerer Anwendung topischer Kortikosteroide entwickeln. Die Hauptsymptome sind neurologischer Natur, und das RSS ähnelt einer Erythromelalgie. Zu den Behandlungsoptionen gehören orales Doxycyclin und orales Gabapentin. Doxycyclin, ein Tetrazyklin, besitzt antibiotische und entzündungshemmende Wirkungen. Gabapentin ist wirksam bei der Kontrolle von neuropathischen Schmerzen und Juckreiz.1
