Auch bekannt als
Implantatfehlfunktion, mechanisches Versagen, Schlauchfraktur, Flüssigkeitsleckage, AUS (künstlicher Harnröhrensphinkter), IPP (hydraulische Penisprothese)
Definition
Eine Schlauchfehlfunktion bezeichnet, insbesondere im Zusammenhang mit aufblasbaren Penisprothesen (IPP), mechanische Defekte im Schlauchsystem, das die Komponenten des Implantats miteinander verbindet. Diese Defekte äußern sich häufig als Flüssigkeitsverlust durch Schlauchbrüche oder Risse in den Zylindern, wodurch das Implantat nicht mehr richtig aufgepumpt oder entleert werden kann. Aufblasbare Penisprothesen bestehen aus einem Reservoir, einer Pumpe und Zylindern, die alle über Schläuche miteinander verbunden sind, durch die Flüssigkeit zur Erzeugung einer Erektion befördert wird.¹
Klinischer Kontext
Das mechanische Versagen aufblasbarer Penisprothesen, einschließlich Schlauchfehlfunktionen, ist ein bedeutendes Problem und einer der häufigsten Gründe für eine IPP-Revisionsoperation. Schlauchbrüche sind eine häufige Ursache solcher Fehlfunktionen. Diese Implantate werden zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (ED) bei Patienten eingesetzt, die auf weniger invasive Behandlungen nicht ansprechen oder für diese nicht in Frage kommen. Obwohl IPPs hohe Zufriedenheitsraten bieten, birgt ihr mehrteiliger Aufbau ein Risiko für mechanisches Versagen. Revisionsoperationen aufgrund von Fehlfunktionen sind mit erhöhten Risiken verbunden, insbesondere mit Infektionen. Die Entscheidung für eine teilweise oder vollständige Revision hängt von der jeweils ausgefallenen Komponente und den damit verbundenen Risiken ab.²
