Auch bekannt als
Implantatfehlfunktion, mechanisches Versagen, Schlauchfraktur, Flüssigkeitsleckage, AUS (künstlicher Harnröhrensphinkter), IPP (hydraulische Penisprothese)
Definition
Eine Schlauchfehlfunktion, insbesondere im Zusammenhang mit hydraulischen Penisimplantaten (IPP), bezeichnet mechanische Ausfälle innerhalb des Schlauchsystems, welches die Komponenten des Implantats verbindet. Diese Defekte äußern sich häufig als Flüssigkeitsleckage infolge von Schlauchfrakturen oder Zylinderrissen, was dazu führt, dass sich das System nicht mehr ordnungsgemäß füllen oder entleeren lässt. Hydraulische Penisimplantate bestehen aus einem Reservoir, einer Pumpe und Zylindern, die alle durch Schläuche miteinander verbunden sind, durch welche Flüssigkeit zur Erzielung einer Erektion transferiert wird.¹
Klinischer Kontext
Ein mechanisches Versagen hydraulischer Penisimplantate, einschließlich einer Schlauchfehlfunktion, stellt ein erhebliches Problem dar und ist für fast 50 % aller IPP-Revisionsoperationen verantwortlich. Schlauchfrakturen sind eine häufige Ursache solcher Fehlfunktionen. Diese Implantate werden zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (ED) bei Patienten eingesetzt, die auf weniger invasive Therapien nicht ansprechen oder für diese nicht infrage kommen. Obwohl IPPs hohe Zufriedenheitsraten bieten, birgt ihr mehrteiliges Design das Risiko eines mechanischen Versagens. Revisionsoperationen aufgrund einer Fehlfunktion sind mit erhöhten Risiken verbunden, insbesondere Infektionen. Die Entscheidung für eine partielle oder vollständige Revision hängt vom spezifischen Komponentenausfall und den damit verbundenen Risiken ab.²
