Auch bekannt als
Shaeer's Peyronie's Punch Technique, transkorporale Peyronie-Plaque-Entfernung, PPI-Punch
Definition
Die Shaeer’s Punch-Technik (Shaeer-Stanztechnik) ist ein minimalinvasives transkorporales Verfahren zur Exkavation von Peyronie-Plaques, das während der Implantation einer Penisprothese durchgeführt wird. Diese Technik zielt darauf ab, Peyronie-Plaques von innerhalb der Corpora cavernosa mittels einer Stanzzange abzutragen, wodurch eine ausgedehnte Mobilisierung des neurovaskulären Bündels oder der Harnröhre vermieden wird, wie sie bei traditionellen Methoden der Plaqueexzision/-inzision und Grafting häufig erforderlich ist. Dieser Ansatz reduziert potenziell Risiken wie eine penile Hyposensibilität oder Harnröhrenverletzungen und verkürzt die mit der Plaquechirurgie verbundene Operationszeit. Das primäre Ziel besteht darin, bei Patienten mit Induratio penis plastica (Peyronie-Krankheit), die sich einer Penisprothesenimplantation unterziehen, einen begradigten und funktionellen Penis zu erreichen. 1
Klinischer Kontext
Die Shaeer-Stanztechnik wird im klinischen Umfeld primär bei Patienten mit Peyronie-Krankheit eingesetzt, die sich einer Implantation einer Penisprothese unterziehen. Die Peyronie-Krankheit ist durch die Entwicklung fibröser Plaques im Penis gekennzeichnet, die zu Penisverkrümmung, Schmerzen und erektiler Dysfunktion führen. Wenn eine schwere Peyronie-Krankheit zusammen mit einer erektilen Dysfunktion vorliegt, die ein Penisimplantat erfordert, bietet die Stanztechnik eine minimalinvasive Lösung zur Plaqueentfernung. Zu den Patientenauswahlkriterien gehören typischerweise Männer mit stabiler Peyronie-Krankheit und erektiler Dysfunktion, die Kandidaten für eine Penisprothesenimplantation sind. Das Verfahren umfasst das Ausstanzen der Peyronie-Plaques von innerhalb der Corpora cavernosa nach Korporotomie und Dilatation, gefolgt von der Implantation einer Penisprothese. Es konnte gezeigt werden, dass diese Technik postoperativ zu einem begradigten Penis führt, bei einem geringen Risiko für Komplikationen wie Tunikaperforationen, Harnröhrenverletzungen oder Sensibilitätsverlust, die mit invasiveren Methoden der Plaqueexzision und des Graftings einhergehen können. Die Operationszeit für die Plaqueentfernung ist im Vergleich zu traditionellen Techniken signifikant verkürzt, was potenziell das Infektionsrisiko senkt. Patienten berichteten zudem über eine gute Zufriedenheit mit der Penislänge nach dem Eingriff. 1
