Auch bekannt als
Supersonic Transporter (SST)-Deformität, Hypermobilität der Eichel, Hypermobilität der Glanula, Syndrom der herabhängenden Eichel
Definition
Die Concorde-Deformität, auch Supersonic Transporter (SST)-Deformität genannt, ist eine Komplikation, die nach der Implantation einer Penisprothese auftreten kann und durch eine ventrale oder seitliche Ablenkung der Eichel gekennzeichnet ist1. Dieser Zustand äußert sich in einer übermäßigen Beweglichkeit oder Hypermobilität der Eichel im Verhältnis zu den Körperkörpern, wodurch ein Erscheinungsbild entsteht, das der herabhängenden Nase des Concorde-Flugzeugs ähnelt.2. Die Deformität resultiert typischerweise aus einer zu kleinen Penisprothese, einer unzureichenden Dilatation des distalen Körpers oder anatomischen Abweichungen im distalen Körper. Diese Komplikation kann zu funktionellen Schwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr führen und zur Unzufriedenheit von Patient und Partner führen4.
Klinischer Kontext
Die Concorde-Deformität tritt bei etwa 5 % der Penisprothesenimplantationen auf1. Sie tritt vor allem bei Patienten auf, die sich wegen einer erektilen Dysfunktion einer Penisprothesenoperation unterzogen haben. Zu den Risikofaktoren gehören Diabetes mellitus, frühere Penisoperationen, Priapismus und eine Androgenentzugstherapie, die alle zur Fibrose und Kontraktion des Körpers beitragen können4.
Klinisch weisen Patienten eine ventrale oder laterale Ablenkung der Eichel und eine übermäßige Beweglichkeit der Eichel auf, obwohl die Penisprothesenzylinder ausreichend dimensioniert sind. Diese anatomische Deformation kann Schmerzen und Schwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr verursachen, was letztendlich zu einer geringeren Zufriedenheit mit der Prothese führt2.
Zu den Behandlungsstrategien gehören Beobachtung, Verwendung von Vakuum-Erektionsgeräten, intraurethralen Zäpfchen oder chirurgische Revision3. Chirurgische Ansätze können die Vergrößerung des Geräts, direkte Kürzungen zur Behandlung von Körperfibrose oder Glanulopexie-Techniken umfassen. Eine modifizierte Glanulopexie-Technik, beschrieben von Ziegelmann et al. Dabei wird eine Naht in die Eichel eingeführt und durch kleine Einschnitte an den Seiten des distalen Penisschafts am Gewebe über den Corpora befestigt. Dies hat vielversprechende Ergebnisse bei der Korrektur der Deformität gezeigt, ohne das Penisgefühl zu beeinträchtigen4.
