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Blasentraining

Auch bekannt als

Blasentraining, Blasenübung, Blasentraining, zeitgesteuertes Entleeren, geplanter Toilettengang, Harntraining

Definition

Blasentraining ist eine strukturierte Verhaltenstherapietechnik, die darauf abzielt, die Kontrolle über die Blase zu verbessern und Harninkontinenz zu bewältigen, indem der Abstand zwischen den Blasenentleerungen und das Urinvolumen, das die Blase aufnehmen kann, schrittweise vergrößert werden.1 Dieser therapeutische Ansatz umfasst die Einhaltung eines festen Zeitplans für das Wasserlassen, die Implementierung von Drangunterdrückungstechniken und das Führen eines Blasentagebuchs, um den Fortschritt zu verfolgen.2 Das Blasentraining zielt darauf ab, die Harndranggewohnheiten durch eine Kombination aus geplanten Toilettenbesuchen, Ablenkungstechniken, und Entspannungsmethoden, um das Auslaufen und das mit Harninkontinenz verbundene Dringlichkeitsgefühl zu verringern.3 Der Blasenmuskel wird trainiert, sich stärker zu dehnen, sodass er mehr Urin aufnehmen kann, während gleichzeitig den Patienten beigebracht wird, dem unmittelbaren Harndrang zu widerstehen, wenn er nicht nötig ist.4

Klinischer Kontext

Blasentraining wird hauptsächlich bei der klinischen Behandlung von Harninkontinenz eingesetzt, insbesondere bei Belastungsinkontinenz, Dranginkontinenz und gemischter Inkontinenz.1 Die Auswahl der Patienten umfasst typischerweise Personen mit häufigem Wasserlassen, Harndrang oder unfreiwilligem Harnverlust, die auf andere Eingriffe nicht ausreichend reagiert haben.2 Der Ansatz wird häufig als nicht-pharmakologische Erstbehandlung empfohlen, bevor eine medikamentöse oder chirurgische Behandlung in Betracht gezogen wird Optionen.3

Der Implementierungsprozess beginnt mit einer umfassenden Beurteilung, einschließlich eines Blasentagebuchs, um grundlegende Harnwegsmuster zu ermitteln.4 Ärzte entwickeln dann einen individuellen Zeitplan, der die Zeit zwischen den Toilettenbesuchen schrittweise verlängert, typischerweise beginnend mit Intervallen, die der Patient vernünftigerweise erreichen kann.1 Patienten werden angewiesen, diesen Zeitplan während der Wachstunden strikt einzuhalten, unabhängig davon, ob sie Harndrang verspüren.2

Drangunterdrückungstechniken, einschließlich Übungen für die Beckenbodenmuskulatur (Kegels), tiefes Atmen und Ablenkungsmethoden, werden gelehrt, um Patienten bei der Bewältigung der Dringlichkeit zwischen den geplanten Blasenentleerungen zu helfen.3 Das Blasenentleerungsintervall wird schrittweise um 15–30 Minuten verlängert, wenn der Patient Erfolg zeigt, mit dem ultimativen Ziel, ein angenehmes Intervall von 3–4 Stunden zwischen den Blasenentleerungen zu erreichen.2

Zu den erwarteten Ergebnissen gehören eine verringerte Häufigkeit des Wasserlassens, weniger Inkontinenzepisoden, eine erhöhte Blasenkapazität, eine verbesserte Lebensqualität und eine verbesserte Selbstwirksamkeit bei der Blasenkontrolle.4 Klinische Studien zeigen, dass Blasentraining effektiv sein kann, um Inkontinenzepisoden um durchschnittlich 57 % zu reduzieren, obwohl die Ergebnisse von Person zu Person unterschiedlich sind.1 Die typische Behandlungsdauer liegt zwischen 6 und 12 Wochen, mit regelmäßigen Nachuntersuchungen zur Überwachung des Fortschritts und zur Anpassung der Schulungsprogramm nach Bedarf.3

Wissenschaftliches Zitat

[1] Wallace SA, Roe B, Williams K, Palmer M. Bladder training for urinary incontinence in adults. Cochrane Database Syst Rev. 2004;2004(1):CD001308. DOI: 10.1002/14651858.CD001308.pub2

[2] Wyman JF, Burgio KL, Newman DK. Practical aspects of lifestyle modifications and behavioural interventions in the treatment of overactive bladder and urgency urinary incontinence. Int J Clin Pract. 2009;63(8):1177-1191. DOI: 10.1111/j.1742-1241.2009.02078.x

[3] Jarvis GJ, Millar DR. Controlled trial of bladder drill for detrusor instability. Br Med J. 1980;281(6251):1322-1323. DOI: 10.1136/bmj.281.6251.1322

[4] Wyman JF, Fantl JA, McClish DK, et al. Comparative efficacy of behavioral interventions in the management of female urinary incontinence. Am J Obstet Gynecol. 1998;179(4):999-1007. DOI: 10.1016/s0002-9378(98)70208-3

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