Auch bekannt als
Poly(para-xylylen), Poly(2-chlor-p-xylylen) (für Parylene C), chemisch aufgedampftes Polymer, CVD-Polymerbeschichtung, konforme Barrierebeschichtung, Xylylenpolymer
Definition
Parylene-Beschichtung ist eine spezielle konforme Polymerbeschichtung, die durch chemische Gasphasenabscheidung (CVD) aufgetragen wird und eine schützende, ultradünne, lochfreie Barriere auf medizinischen Geräten und Prothesen bildet.1 Diese biokompatible Beschichtung sorgt für außergewöhnliche Haltbarkeit, indem sie eine gleichmäßige Schicht erzeugt, die sich genau an jede Substratgeometrie anpasst, einschließlich komplexer Oberflächen und scharfer Kanten.2 Der Beschichtungsprozess umfasst drei diskrete Schritte: Verdampfung des rohen Parylen-Dimers, Pyrolyse zur Erzeugung von Monomergas und Abscheidung als dünner transparenter Polymerfilm bei Raumtemperatur.3 Die Parylene-Beschichtung erhöht die Lebensdauer der Prothese erheblich, indem sie einen hervorragenden Schutz gegen Feuchtigkeit, Körperflüssigkeiten, Chemikalien und elektrische Störungen bietet und gleichzeitig die Biokompatibilität und Biostabilität in physiologischen Umgebungen aufrechterhält.4
Klinischer Kontext
Parylene-Beschichtung wird klinisch eingesetzt, um die Leistung und Langlebigkeit verschiedener medizinischer Implantate und prothetischer Geräte zu verbessern, insbesondere wenn sie rauen physiologischen Umgebungen ausgesetzt sind.1 Die Beschichtung ist besonders wertvoll für Prothesen, die vor Korrosion, Feuchtigkeitsinfiltration und Biofilmbildung geschützt werden müssen und gleichzeitig die Biokompatibilität mit umgebenden Geweben aufrechterhalten müssen.2 Zu den Patientenauswahlkriterien gehören typischerweise solche, die langfristig implantierbare Geräte erfordern, bei denen ein Geräteausfall eine invasive Revision erforderlich machen würde Chirurgie.3
Bei chirurgischen Eingriffen zeigen Parylene-beschichtete Prothesen eine überlegene Beständigkeit gegenüber Abbau durch Körperflüssigkeiten und Sterilisationsprozesse, wobei die Beschichtungsdicke je nach Anwendungsanforderungen typischerweise zwischen Hunderten von Angström und mehreren Millimetern liegt.4 Der Beschichtungsprozess wird bei Umgebungstemperaturen in Vakuumbeschichtungsgeräten durchgeführt, was eine gleichmäßige Anwendung auch auf wärmeempfindlichen Komponenten ermöglicht.5
Klinische Ergebnisse zeigen, dass mit Parylene beschichtete Implantate im Vergleich zu unbeschichteten Alternativen geringere Entzündungsreaktionen, eine erhöhte Korrosionsbeständigkeit und eine verbesserte Gesamthaltbarkeit aufweisen.6 Die Fähigkeit der Beschichtung, das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern und für elektrische Isolierung zu sorgen, macht sie besonders wertvoll für elektronische Implantate und Prothesen mit integrierten Sensoren oder Aktoren.7
