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Transkorporale Exkavation

Auch bekannt als

Optische Korporotomie, Transkorporale Resektion, Shaeer-Technik

Definition

Die transkorporale Resektion sowie die optische Korporotomie sind Techniken, die für die visuell gesteuerte, minimalinvasive und kraftfreie Exkavation fibrosierter Corpora cavernosa vorgeschlagen wurden. Dies zielt darauf ab, eine einfachere Implantation von Penisprothesen mit weniger Komplikationen und verbesserten Ergebnissen zu ermöglichen. Diese Techniken sind besonders relevant in Fällen, in denen die Corpora cavernosa von einer ausgedehnten Fibrose betroffen sind, die aus Zuständen wie einem vernachlässigten oder therapieresistenten ischämischen Priapismus, einer verzögerten Reimplantation nach Entfernung einer infizierten Prothese, einer Bestrahlung des Penis oder einer schweren Peyronie-Krankheit resultieren kann. Traditionelle Methoden beinhalten oft eine scharfe Dissektion und forcierte Dilatation, was zu Risiken wie Perforationen der Urethra oder der Tunica albuginea sowie erhöhten Infektionsraten führt. Der transkorporale Ansatz, wie von Shaeer et al. (2007)1 beschrieben, bietet eine sicherere Alternative, indem er eine direkte visuelle Kontrolle während der Exkavation von fibrotischem Gewebe ermöglicht und dadurch blindes Instrumentieren und ausgedehnte Manipulationen minimiert.

Klinischer Kontext

Die transkorporale Exkavation, insbesondere Shaeers Stanztechnik (Shaeer’s punch technique), wird primär im klinischen Management schwerer Penisfibrosen eingesetzt, die häufig bei Patienten auftreten, die eine Implantation einer Penisprothese benötigen. Diese Fibrose kann auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein, darunter vernachlässigter ischämischer Priapismus, Komplikationen nach der Entfernung einer infizierten Penisprothese, Bestrahlung des Penis oder eine ausgeprägte Peyronie-Krankheit. In diesen Szenarien stellen die fibrosierten Corpora cavernosa eine erhebliche Herausforderung für eine erfolgreiche Prothesenimplantation dar, da die Schaffung eines geeigneten Tunnels für das Implantat schwierig ist. Herkömmliche Methoden, die auf blinder Dissektion und forcierter Dilatation basieren, bergen ein hohes Risiko für Komplikationen wie Urethraperforationen, Verletzungen der Tunica albuginea und erhöhte Infektionsraten.

Shaeers Technik bietet einen minimalinvasiven und visuell gesteuerten Ansatz zur Exkavation von Peyronie-Plaques und fibrotischem Gewebe aus dem Inneren der Corpora cavernosa. Diese Methode zielt darauf ab, die mit konventionellen Verfahren verbundenen Komplikationen zu verringern, indem sie eine präzise, kraftfreie Gewebeentfernung unter direkter Sicht ermöglicht. Die Patientenauswahl für dieses Verfahren umfasst typischerweise Personen mit schwerer Schwellkörperfibrose, die Kandidaten für eine Penisprothesenimplantation sind. Zu den erwarteten Ergebnissen gehören eine sicherere und einfachere Implantation der Penisprothese, was im Vergleich zu traditionellen Methoden potenziell zu einer höheren Patientenzufriedenheit und weniger postoperativen Komplikationen führt. Die Wirksamkeit der Technik bei der Bewältigung anspruchsvoller Fälle von Penisfibrose unterstreicht ihre Bedeutung in der modernen urologischen Chirurgie.2

Wissenschaftliches Zitat

[1] Shaeer, O., & Shaeer, A. (2020). Corporoscopic Excavation of the Fibrosed Corpora Cavernosa for Penile Prosethesis Implantation: Optical Corporotomy and Trans-Corporeal Resection, Shaeer’s Technique. The Journal of Sexual Medicine, 4(1), 218–225. DOI: https://doi.org/10.1111/j.1743-6109.2006.00348.x

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