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Restharnbestimmung

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Auch bekannt als

Restvolumen nach der Entleerung, Restvolumen nach der Entleerung, Restharn (Volumen), Restvolumen nach der Miktion, PVR

Definition

Post-Miktion-Rest (PVR) ist das Urinvolumen, das unmittelbar nach der freiwilligen Entleerung in der Blase verbleibt:contentReference[oaicite:19]{index=19}:contentReference[oaicite:20]{index=20}. Es ist ein Maß für die Effizienz der Blasenentleerung. In der Praxis wird die PVR durch einen Ultraschall-Blasenscan oder eine Katheterisierung gemessen, die so bald wie möglich (idealerweise innerhalb von Minuten) nach der Entleerung des Patienten durchgeführt wird:contentReference[oaicite:21]{index=21}:contentReference[oaicite:22]{index=22}. Ein „normaler“ PVR ist im Allgemeinen niedrig (häufig <100–150 ml), während höhere Werte auf eine unvollständige Entleerung hinweisen. Obwohl kein einheitlicher Schwellenwert allgemein akzeptiert ist, deuten große Restwerte (oft als >200–300 ml definiert) auf eine erhebliche Blasenfunktionsstörung hin:contentReference[oaicite:23]{index=23}:contentReference[oaicite:24]{index=24}. Die PVR-Messung hilft bei der Erkennung von Harnverhalt oder Harnauslassverschluss, indem sie eine unvollständige Entleerung erkennt, die möglicherweise nicht allein durch Symptome erkennbar ist:contentReference[oaicite:25]{index=25}:contentReference[oaicite:26]{index=26}.

Klinischer Kontext

In der männlichen Urologie wird die PVR routinemäßig beurteilt, wenn Patienten Symptome des unteren Harntrakts (LUTS) oder Verdacht auf Harnverhalt haben. Es wird bei Männern mit Symptomen einer unvollständigen Entleerung, Überlaufinkontinenz oder wiederkehrenden Harnwegsinfektionen gemessen. Der Test umfasst einen Blasenscan oder einen Katheter unmittelbar nach der Entleerung; Dadurch wird der in der Blase verbleibende Urin quantifiziert. PVR ist besonders relevant bei Erkrankungen wie der benignen Prostatahyperplasie (BPH) und der Obstruktion des Blasenauslasses, bei denen eine Prostatavergrößerung den Blutfluss behindern kann. In den BPH-Richtlinien wird beispielsweise empfohlen, den PVR zu messen, bevor bestimmte Medikamente eingenommen werden oder eine Operation in Betracht gezogen wird, um sicherzustellen, dass sich die Blase ausreichend entleert:contentReference[oaicite:30]{index=30}:contentReference[oaicite:31]{index=31}. Ein PVR von > 200 ml (oder manchmal > 300 ml) wird oft als abnormal angesehen und erfordert eine weitere Untersuchung auf Obstruktion oder Unteraktivität des Detrusors:contentReference[oaicite:32]{index=32}:contentReference[oaicite:33]{index=33}. In der Praxis bestimmt der PVR das Management: Bei sehr hohen Restwerten kann eine Katheterisierung oder eine chirurgische Beseitigung der Obstruktion erforderlich sein, während ein leicht erhöhter PVR im Laufe der Zeit überwacht werden kann. Insgesamt ist PVR eine einfache, aber wertvolle Ergebnismetrik für die Blasenentleerung bei Männern mit LUTS:contentReference[oaicite:34]{index=34}:contentReference[oaicite:35]{index=35}.

Wissenschaftliches Zitat

Asimakopoulos et al., Neurourology and Urodynamics 2016;35(1):55–57. DOI: 10.1002/nau.22671.

Rubilotta et al., Investig Clin Urol 2021;62(5):470–476. DOI: 10.4111/icu.20200560.

Kaplan et al., Journal of Urology 2008;180(1):47–54. DOI: 10.1016/j.juro.2008.03.027.

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