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Partnerzufriedenheit

Auch bekannt als

Sexuelle Zufriedenheit des Partners, Paarzufriedenheit, sexuelle Zufriedenheit in der Beziehung, dyadische sexuelle Zufriedenheit

Definition

Partnerzufriedenheit bezieht sich im medizinischen und urologischen Kontext auf den Grad der Zufriedenheit und Erfüllung, den der Sexualpartner eines Patienten im Hinblick auf seine gemeinsame sexuelle Intimität und die allgemeine Beziehungsqualität erlebt, insbesondere nach medizinischen oder chirurgischen Eingriffen zur Behandlung von Erkrankungen wie erektiler Dysfunktion (ED) oder Prostatakrebs.¹ Es handelt sich um ein entscheidendes, vom Patienten berichtetes Ergebnismaß, das über die körperliche Genesung des einzelnen Patienten hinausgeht und Folgendes umfasst: Perspektive des Partners auf den Erfolg der Behandlung und deren Auswirkungen auf sein Beziehungs- und sexuelles Wohlbefinden. Zur Beurteilung der Partnerzufriedenheit gehört das Verständnis der Motivation des Partners, die sexuelle Intimität aufrechtzuerhalten oder dorthin zurückzukehren, seiner Zufriedenheit mit der sexuellen Erfahrung und der Wahrnehmung dieser Zufriedenheit durch den Patienten.²,³ Kliniker erkennen an, dass die Ermutigung und Zufriedenheit eines Partners oft ausschlaggebend dafür sind, einen Patienten zu motivieren, eine Behandlung zu suchen und fortzusetzen, und unterstreichen die Verknüpfung der Erfahrungen von Patient und Partner bei der Erzielung erfolgreicher therapeutischer Ergebnisse.¹ Ein ganzheitlicher Behandlungsansatz berücksichtigt daher die Komplexität des medizinischen Zustands und betont die zentrale Rolle des Partners für den Gesamterfolg der Behandlung und die Wiederherstellung einer zufriedenstellenden sexuellen Erfahrung für das Paar.¹,²

Klinischer Kontext

Partnerzufriedenheit ist in verschiedenen klinischen Szenarien in der Urologie ein entscheidender Aspekt, insbesondere bei der Behandlung von Erkrankungen, die die sexuelle Funktion und Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Sie wird routinemäßig im Zusammenhang mit der Behandlung von erektiler Dysfunktion (ED) beurteilt oder sollte dies tun, wobei die Perspektive des Partners auf die sexuelle Intimität und die Wirksamkeit von Interventionen wie Phosphodiesterase-Typ-5-(PDE5)-Hemmern für den Gesamterfolg der Behandlung von größter Bedeutung sind.¹ Selbst wenn beispielsweise die erektile Steifheit und Dauerhaftigkeit wiederhergestellt sind, kann ein hoher Anteil der Männer die Behandlung abbrechen, wenn umfassendere Aspekte der sexuellen Erfahrung, einschließlich der Zufriedenheit des Partners, nicht berücksichtigt werden Aufklärung und Nachbereitung vor der Behandlung.¹

Nach einer radikalen Prostatektomie (RP) bei Prostatakrebs ist die Zufriedenheit des Partners ebenfalls ein wichtiger Ergebnisindikator, da sich die Diagnose und Behandlung negativ auf das körperliche und emotionale Wohlbefinden von Patienten und Partnern auswirken und häufig zu sexuellen Funktionsstörungen führen kann.² Das Verständnis der Prädiktoren für die sexuelle Zufriedenheit sowohl des Patienten als auch des Partners ist in diesem Umfeld von entscheidender Bedeutung. Untersuchungen zeigen, dass Faktoren wie die geistige und körperliche Gesundheit beider Personen, die Qualität ihrer zwischenmenschlichen Kommunikation und die vom Patienten wahrgenommene Unterstützung des Partners wesentlich zur sexuellen Zufriedenheit nach der RP beitragen.² Die Beteiligung des Partners an der Beurteilung und Behandlung von ED, die nach der RP häufig auftritt, erhöht nachweislich die Einhaltung der Rehabilitation, verbessert die sexuelle Funktion und erhöht die Beziehungszufriedenheit beider Mitglieder des Paares.²

Patientenauswahlkriterien für Interventionen umfassen oft implizit oder explizit die Bereitschaft des Partners, sich auf den Behandlungsprozess einzulassen, und seine Motivation für eine Rückkehr zur sexuellen Intimität.¹ Die erwarteten Ergebnisse von Behandlungen, die sich auf die Sexualfunktion auswirken, wie z. B. Penisimplantate oder medizinische Therapien bei ED, werden zunehmend nicht nur anhand der physiologischen Verbesserungen des Patienten, sondern auch anhand des vom Partner gemeldeten Zufriedenheitsgrads bewertet. Um die Behandlungsergebnisse zu optimieren und ein zufriedenstellendes sexuelles Erlebnis für das Paar zu erreichen, wird ein ganzheitlicher Ansatz befürwortet, der die zentrale Rolle des Partners anerkennt.¹,²

Wissenschaftliches Zitat

Here are the polished versions of the provided citations, focusing on consistency and standard academic citation style:

[1] Dean, J., de Boer, B. J., Graziottin, A., Hatzichristou, D., Heaton, J., & Tailor, A. (2006). Partner Satisfaction and Successful Treatment Outcomes for Men with Erectile Dysfunction (ED). European Urology Supplements, 5(13), 779-785. https://doi.org/10.1016/j.eursup.2006.06.006

[2] Guercio, C., & Mehta, A. (2017). Predictors of Patient and Partner Satisfaction Following Radical Prostatectomy. Sexual Medicine Reviews, 6(2), 295-301. https://doi.org/10.1016/j.sxmr.2017.08.005

[3] Parikh, R. B., & Helmchen, L. A. (2022). Paying for artificial intelligence in medicine. npj Digital Medicine, 5(1), 63. https://doi.org/10.1038/s41746-022-00609-6

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