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Wie kann man die Funktion des Penisnervs verbessern?

Penisprothese

Ausführliche Antwort

Die Funktion der Penisnerven spielt eine entscheidende Rolle für die Erektionsreaktion und die sexuelle Gesundheit. Laut den EAU-Leitlinien 2025 kann eine nervenbedingte (neurogene) erektile Dysfunktion auf Ursachen wie größere Beckenoperationen (insbesondere die radikale Prostatektomie) oder eine Strahlentherapie, Rückenmarksverletzungen sowie Erkrankungen wie Diabetes, Multiple Sklerose oder die Parkinson-Krankheit zurückzuführen sein³. Ist die Nervenfunktion beeinträchtigt, können mehrere evidenzbasierte Ansätze zur Verbesserung der Ergebnisse in Betracht gezogen werden, wobei die Erwartungen realistisch bleiben sollten. Für Männer nach einer nervenschonenden radikalen Prostatektomie wurden Protokolle zur penilen Rehabilitation umfassend untersucht. Die Leitlinien geben an, dass eine perioperative Rehabilitation mit PDE5-Hemmern zwar zu einer besseren Erholung der Erektionsfähigkeit führen kann als eine postoperative Rehabilitation⁴, es jedoch keine schlüssigen Belege dafür gibt, dass die penile Rehabilitation selbst die Chancen auf eine spontane Erholung der Erektionsfähigkeit signifikant erhöht⁵. Das Alter des Patienten, die Erektionsfähigkeit vor der Operation und die Qualität der nervenschonenden Technik gelten als Schlüsselfaktoren für den Erhalt der Erektionsfähigkeit nach der Operation⁶. Zu den neuen Behandlungsansätzen gehört die intrakavernöse Injektion von plättchenreichem Plasma (PRP), die in mehreren klinischen Studien untersucht wurde⁷. Die regenerative Wirkung von PRP wird auf hohe Konzentrationen von Blutplättchen zurückgeführt, die Wachstumsfaktoren wie VEGF, EGF, IGF-1, PDGF und FGF enthalten, welche die Angiogenese und die Rekrutierung von Stammzellen anregen können⁸. Diese Mechanismen unterstützen möglicherweise die Nervenregeneration und eine verbesserte Gefäßversorgung, die für die Penisfunktion unerlässlich sind. Für Patienten mit schwerer erektiler Dysfunktion, die auf weniger invasive Behandlungen nicht anspricht, stellen Penisimplantate eine hochwirksame Lösung dar⁹. Die EAU-Leitlinien 2025 beschreiben zwei Hauptklassen von Penisimplantaten: aufblasbare (zwei- und dreiteilige) und semirigide Implantate (formbar, mechanisch und weich-flexibel)¹⁰. Auch wenn Patienten dreiteilige aufblasbare Implantate wegen der natürlicheren Erektionen möglicherweise bevorzugen, weisen die Leitlinien darauf hin, dass es hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Penisimplantaten oder chirurgischen Zugangswegen gibt¹¹. Diese Implantate bieten eine mechanische Lösung, wenn die Nervenfunktion nicht ausreichend wiederhergestellt werden kann. Wichtig ist, dass die Behandlung individuell auf die spezifische Ursache der Nervenfunktionsstörung sowie auf die Merkmale und Präferenzen des Patienten abgestimmt werden sollte. Die Leitlinien empfehlen, Patienten darüber aufzuklären, dass die verfügbaren Daten nicht ausreichen, um ein bestimmtes peniles Rehabilitationsschema zu befürworten, und weisen darauf hin, dass eine Erholung der Erektionen ohne Hilfsmittel nach radikaler Prostatektomie nur bei etwa 20–25 % der Männer eintritt¹². Eine umfassende Untersuchung durch eine Urologin oder einen Urologen mit Schwerpunkt Sexualmedizin wird empfohlen, um die am besten geeignete Behandlungsstrategie zur Verbesserung der Funktion der Penisnerven festzulegen.

Aus den Leitlinien

„Es gibt keine Evidenz dafür, dass die penile Rehabilitation selbst die Chancen auf eine spontane Erholung der EF bei Männern nach nervenschonender RP (NSRP) erhöht“

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