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Kann ein Penisimplantat teilweise aufgeblasen bleiben?

Penisprothese

Ausführliche Antwort

Gemäß den EAU-Richtlinien von 2025 stehen zwei Hauptklassen von Penisimplantaten zur Behandlung der erektilen Dysfunktion zur Verfügung: aufblasbare Geräte (zwei- und dreiteilig) und halbstarre Geräte (formbar, mechanisch und weich flexibel).¹ Jeder Typ bietet unterschiedliche Möglichkeiten hinsichtlich teilweiser Inflation und Steifigkeitsanpassung. Die dreiteilige aufblasbare Prothese ist die vielseitigste Option und ermöglicht es Patienten, unterschiedliche Steifigkeitsgrade zu erreichen, indem sie steuern, wie viel Flüssigkeit vom Reservoir zu den Zylindern übertragen wird.² Durch diese Einstellbarkeit kann das Gerät auf Wunsch in einem teilweise aufgeblasenen Zustand bleiben, was für ein natürlicheres Aussehen und Gefühl sorgt. In den Richtlinien wird darauf hingewiesen, dass Patienten häufig dreiteilige aufblasbare Prothesen bevorzugen, gerade weil diese für „natürlichere“ Erektionen mit einstellbarer Festigkeit sorgen.³ Zweiteilige aufblasbare Prothesen können auch eine teilweise Inflation aufrechterhalten, allerdings mit weniger Einstellbarkeit als die dreiteiligen Modelle. Diese Geräte werden als praktikable Option für Patienten empfohlen, bei denen ein hohes Risiko für Komplikationen bei der Platzierung des Reservoirs besteht, beispielsweise bei Patienten mit vorheriger Baucherkrankung Chirurgie.⁴ Obwohl sie ein gewisses Maß an Einstellbarkeit bieten, ist die Kontrolle im Vergleich zu dreiteiligen Systemen eingeschränkter. Im Gegensatz dazu führen halbstarre Prothesen zu einem dauerhaft festen Penis, der manuell positioniert, aber nicht wirklich „entleert“ werden kann. Diese Geräte behalten ein konstantes Maß an Steifigkeit bei und können manuell in einen erigierten oder schlaffen Zustand gebracht werden.⁵ Die Richtlinien weisen darauf hin, dass halbstarre Implantate zwar die Vorteile von a bieten Aufgrund der einfachen Implantationstechnik und der einfachen Anwendung haben sie den Nachteil, dass sie eine unnatürliche, anhaltende Erektion mit eingeschränkter Versteckbarkeit erzeugen.⁶ Sie können für Männer mit eingeschränkter manueller Geschicklichkeit geeignet sein, die möglicherweise Schwierigkeiten mit den Aufblas-/Ablassmechanismen aufblasbarer Geräte haben. Bei entsprechender Beratung sind die Patientenzufriedenheitsraten bei allen Implantattypen bemerkenswert hoch (92–100 % bei Patienten und 91–95 % bei Partnern).⁷ Allerdings bleiben mechanisches Versagen und Infektionen die beiden Hauptkomplikationen. Moderne dreiteilige Prothesen weisen nach 5 Jahren Nachbeobachtung eine mechanische Ausfallrate von weniger als 5 % auf. ⁸ Eine Metaanalyse ergab Implantathaltbarkeitsraten von 93,3 % nach 1 Jahr, 91,0 % nach 3 Jahren, 87,2 % nach 5 Jahren und einem Rückgang auf 52,9 % nach 20 Jahren.⁹ Die Richtlinien betonen, dass es derzeit keine Vergleichsstudien zum Vergleich von Implantaten verschiedener Hersteller gibt zeigen die Überlegenheit eines Implantattyps gegenüber einem anderen.¹⁰ Die Wahl zwischen teilweise aufblasbaren versus vollständig aufblasbaren oder halbstarren Optionen sollte auf der Grundlage individueller Faktoren des Patienten getroffen werden, einschließlich manueller Geschicklichkeit, anatomischer Überlegungen, früherer Operationen und persönlicher Vorlieben nach gründlicher Beratung über die Vorteile und Einschränkungen jedes Typs.

Aus den Leitlinien

„Patienten bevorzugen möglicherweise die dreiteiligen aufblasbaren Geräte aufgrund der „natürlicheren“ Erektionen, obwohl keine prospektiven RCTs die Zufriedenheitsraten mit beiden Arten von Implantaten verglichen haben.“ (S. 55)

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