Auch bekannt als
VUDS
Definition
Die Videourodynamik ist eine Gruppe von Untersuchungen zur Beurteilung der Blase und des Harnflusses. Diese Tests zeigen, wie gut die Blase und die ableitenden Strukturen (Harnröhre und Harnleiter) funktionieren.1
Klinischer Kontext
Die Videourodynamik wird zur Abklärung verschiedener Symptome des unteren Harntrakts eingesetzt, darunter Inkontinenz, überaktive Blase und Harnretention.1 Sie ist besonders wertvoll bei Patienten mit komplexen Funktionsstörungen des unteren Harntrakts, wie etwa bei neurologischen Erkrankungen.2 Dieses diagnostische Verfahren ermöglicht die Beurteilung einer Blasenwandtrabekulierung, die Erkennung von Divertikeln sowie die Feststellung des Vorliegens und des Schweregrads eines vesikoureteralen Refluxes.2
Die Videourodynamik kann helfen, Funktionsstörungen der Blase oder der Harnröhre zu identifizieren, die zu Symptomen des unteren Harntrakts beitragen, was eine präzise Diagnose und Behandlung unterstützt.1 Sie wird auch zur Beurteilung von Patienten mit einem Risiko für Schädigungen des oberen Harntrakts eingesetzt.2
Zur Patientenauswahl für die Videourodynamik gehören häufig Personen mit persistierenden Speichersymptomen nach initialer medikamentöser Therapie oder solche mit Verdacht auf eine primäre Blasenhalsstenose bzw. eine dysfunktionelle Miktion.3
