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Was ist die Phantomtechnik?

Penisprothese

Ausführliche Antwort

Die Phantom-Technik, klinisch als infrapubischer Ansatz bezeichnet, ist eine chirurgische Methode zur Implantation einer Penisprothese, einem medizinischen Gerät zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (ED)¹. Penisprothesen werden für Personen mit ED empfohlen, die für andere Behandlungen wie orale Medikamente oder Injektionen nicht in Frage kommen oder auf diese nicht angesprochen haben, oder für Personen, die eine dauerhafte Lösung bevorzugen². Laut 2025 Gemäß den EAU-Richtlinien zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit weist diese Behandlung eine der höchsten Zufriedenheitsraten unter allen ED-Therapien auf: 92–100 % der Patienten und 91–95 % ihrer Partner geben an, zufrieden zu sein, wenn eine angemessene Beratung angeboten wird².

Es gibt zwei Haupttypen von Penisimplantaten: aufblasbare Geräte (zwei- oder dreiteilig) und halbstarre (formbare) Stäbe³. Dreiteilige aufblasbare Geräte werden von Patienten häufig bevorzugt, da sie für ein natürlicheres Erektionsgefühl und eine schlaffere Erektion sorgen³. Halbstarre Stäbe sind zwar einfacher zu implantieren und zu verwenden, führen aber zu einem dauerhaft festen Penis, der möglicherweise weniger zu verbergen ist³. Die Wahl des Implantats hängt von individuellen Patientenfaktoren ab, einschließlich Anatomie, Krankengeschichte und persönlichen Vorlieben. In den EAU-Richtlinien heißt es, dass es keine eindeutigen Beweise dafür gibt, dass ein Implantattyp einem anderen im Hinblick auf mechanische Zuverlässigkeit oder Patientenzufriedenheit überlegen ist³.

Bei der Phantom-Technik (infrapubisch) wird ein kleiner Einschnitt im Unterbauch direkt über dem Schambein durchgeführt, um Zugang zu den Schwellkörpern zu erhalten – den beiden Kammern aus schwammigem Gewebe im Inneren des Penis, die sich mit Blut füllen, um eine Erektion zu erzeugen. Durch diesen Schnitt wird dann das Implantat eingesetzt. Der alternative chirurgische Ansatz ist der penoskrotale Schnitt, der am Hodensack¹ vorgenommen wird. Eine in den EAU-Richtlinien zitierte systematische Überprüfung ergab Nr erheblicher Vorteil eines chirurgischen Ansatzes gegenüber dem anderen in Bezug auf Zufriedenheit oder Komplikationsraten¹. Daher basiert die Wahl der Operationstechnik in der Regel auf dem Fachwissen des Chirurgen sowie der spezifischen Anatomie und den Bedürfnissen des Patienten¹.

Für Patienten ist es wichtig, realistische Erwartungen an die Ergebnisse einer Penisimplantation zu haben. Während das primäre Ziel darin besteht, die Fähigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr geeignete Erektion zu erreichen, wiederherzustellen, erhöht das Implantat weder die Penislänge noch den Penisumfang. Tatsächlich wird in den EAU-Richtlinien darauf hingewiesen, dass einige Patienten nach dem Eingriff möglicherweise eine Verringerung der Penislänge bemerken, obwohl objektive Messungen häufig keine signifikante Verringerung zeigen ändern⁴. In den Leitlinien wird betont, dass die Implantation einer Penisprothese kein Verfahren zur Penisverlängerung ist⁴.

Zu den mit der Implantation einer Penisprothese verbundenen Risiken gehören mechanisches Versagen und Infektionen. Moderne Geräte weisen jedoch niedrige mechanische Ausfallraten auf, mit weniger als 5 % nach 5 Jahren Nachbeobachtung⁵. Auch die Infektionsraten sind niedrig, typischerweise zwischen 2 und 3 % bei Primärimplantationen bei Patienten mit geringem Risiko, und können durch die Verwendung von mit Antibiotika oder hydrophil beschichteten Implantaten weiter auf 1 bis 2 % gesenkt werden⁶. Einhaltung strenger chirurgischer Protokolle und Um diese Risiken zu minimieren, ist eine geeignete Antibiotikaprophylaxe von entscheidender Bedeutung⁶.

Langzeithaltbarkeitsdaten aus den EAU-Richtlinien zeigen, dass Penisimplantate ausgezeichnete Überlebensraten haben: 93,3 % funktionieren nach 1 Jahr, 91,0 % nach 3 Jahren, 87,2 % nach 5 Jahren, 76,8 % nach 10 Jahren, 63,7 % nach 15 Jahren und 52,9 % nach 20 Jahren⁵. Diese Statistiken zeigen, dass Penisprothesen eine zuverlässige Langzeitlösung bei erektiler Dysfunktion sind. In den Leitlinien wird betont, dass es genügend Beweise gibt, die diesen Ansatz empfehlen für Patienten, die aufgrund der hohen Wirksamkeit, Sicherheit und Zufriedenheitsrate² nicht auf weniger invasive Behandlungen ansprechen.

Die Beratung des Patienten ist vor und nach einer Penisimplantation unerlässlich. In den EAU-Richtlinien wird empfohlen, dass Patienten umfassend über die mit dem Eingriff verbundenen Vorteile und Risiken aufgeklärt werden². Eine gezielte psychosexuelle Beratung kann die Sexualität und das sexuelle Wohlbefinden sowohl der Patienten als auch ihrer Partner nach der Operation verbessern². Zu den häufigsten Bedenken der Patienten, die berücksichtigt werden sollten, gehören realistische Erwartungen hinsichtlich der Penisgröße und der Dauerhaftigkeit das Verfahren, die Notwendigkeit einer Geräteaktivierung (bei aufblasbaren Modellen) und die Möglichkeit zukünftiger chirurgischer Revisionen. Patienten sollten sich darüber im Klaren sein, dass das Implantat zwar die Fähigkeit zur Erektion wiederherstellt, die Empfindung, den Orgasmus oder die Ejakulation jedoch nicht beeinträchtigt².

Aus den Leitlinien

„Die Literatur zeigt keinen direkten Zusammenhang zwischen PPI und Penislänge bei Männern mit ED und ohne begleitende Parkinson-Krankheit.“ (S. 100)

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