Ausführliche Antwort
Ja, Sie können mit einem aufblasbaren Penisimplantat eine Erektion bekommen. Aufblasbare Penisprothesen sind eine zuverlässige und wirksame chirurgische Lösung für Männer mit erektiler Dysfunktion (ED), die auf konservative Behandlungen wie orale Medikamente, Vakuum-Erektionsgeräte oder Injektionen nicht angesprochen haben.
Die am häufigsten verwendete aufblasbare Prothese ist das dreiteilige aufblasbare Penisimplantat. Dieses System umfasst:
- Zwei aufblasbare Zylinder im Penis platziert
- Ein in den Bauch implantiertes Flüssigkeitsreservoir
- Eine Pumpe, die im Hodensack platziert wird
Um eine Erektion zu erzeugen, drückt der Mann die Pumpe im Hodensack. Dadurch wird Flüssigkeit aus dem Reservoir in die Zylinder übertragen, wodurch der Penis fester und erigierter wird. Wenn die Erektion nicht mehr benötigt wird, wird ein Entleerungsmechanismus in der Pumpe verwendet, um die Flüssigkeit zurück in das Reservoir zu befördern, wodurch der Penis wieder in einen schlaffen Zustand versetzt wird.
Dieses Gerät bietet mehrere Vorteile:
- Sorgt für eine steife und natürliche Erektion
- Lässt den Penis bei Nichtgebrauch schlaff und lässt sich so leicht verbergen
- Legt die volle Kontrolle über die Erektion in die Hände des Benutzers
- Bewährte Haltbarkeit mit hoher Patientenzufriedenheit
Im Vergleich zu nicht aufblasbaren (formbaren) Implantaten oder zweiteiligen Systemen bietet das dreiteilige aufblasbare Implantat das natürlichste Aussehen und die natürlichste Funktion. Die mechanische Zuverlässigkeit ist hoch, wobei moderne Geräte eine Überlebensrate von mehr als 90 % nach 5 Jahren aufweisen.
Diese Prothese hat keinen Einfluss auf Orgasmus, Ejakulation oder Empfindungen. Es stellt lediglich die Fähigkeit wieder her, eine für sexuelle Aktivitäten geeignete Erektion zu erreichen und aufrechtzuerhalten, und verbessert so die Lebensqualität und Intimität.
Aus den Leitlinien
„Implantieren Sie eine Penisprothese, wenn andere Behandlungen fehlschlagen oder je nach Wunsch des Patienten. Patienten sollten umfassend über die mit dem Eingriff verbundenen Vorteile und Risiken informiert werden.“